
Gegenwärtig steht eine Vielzahl von technischen Hürden einem freizügigen Schienenverkehr in einem europäischen Eisenbahnnetz entgegen. Der Grund liegt nicht zuletzt in den historisch gewachsenen, länderspezifischen Zugsteuerungs- und Zugsicherungssystemen.
Nach jahrelangem Engagement der Bahnen und der Industrie gelang es schliesslich unter dem Dach eines europäischen Masterplans und Förderung durch die Europäische Union das erste europäisch einheitliche European Rail Traffic Management System ERTMS festzuschreiben.
Am 25. April 2000 war der Durchbruch erreicht und die Standardisierungspartner (alle beteiligten Bahnen der UIC, der ERTMS Users Group und die namhaften europäischen Eisenbahntechnik-Firmen), unterzeichneten die Rahmenbedingungen für den Einsatz eines einheitlichen, interoperablen Zugsteuerungs- und Zugsicherungssystems (ERTMS-Spezifikationen). Im Herbst 2000 stimmten die Mitgliedsstaaten zu, genau diese Spezifikationen als Kommissionsentscheidung zu veröffentlichen und damit eine vorläufige Rechts- und Planungssicherheit zu schaffen.
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